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English-Café der Studentenarbeit in Freiburg

Ausgabe 2/2005

Autor: Delia Holtus

Der eigenen Berufung auf der Spur

„Ich kann nicht glauben, dass Gott jemanden so sehr liebt!“ Karo schüttelt den Kopf. Sie hat in ihrem Leben einiges ausprobiert: Alkohol, Drogen, Beziehungen mit Männern – nichts hat ihr Erfüllung gegeben. Liebe, ja, Liebe ist etwas Phantastisches. Danach sehnt sie sich. Aber so sehr? „Nun, er liebt dich so sehr!“, antwortet Elisabeth. Die beiden sind schon seit einigen Wochen im Gespräch. Elisabeth ist Mitarbeiterin von Campus für Christus und mit sieben weiteren jungen Amerikanern für ein Jahr in Deutschland.

Das STINT-Team (Kurzform für „Short Term International“) hat es sich zur Aufgabe gemacht, an der Freiburger Universität missionarisch aktiv zu sein. Karo (22) studiert dort Geschichte und ist eigentlich Atheistin, wie auch ihre Eltern. Im „English-Café“ hat sie die amerikanische Kurzzeitmissionarin kennen gelernt. Sie kommt wieder. Je mehr sie reden, desto mehr Fragen hat Karo über Gott. An einem Dienstagabend entwickelt sich ein intensives Gespräch. Elisabeth geht mit ihr das kleine Heft „Gott persönlich kennen lernen“ durch, in dem das Evangelium erklärt ist. Als Elisabeth sie fragt, ob sie Jesus annehmen möchte, sagt sie Ja. Inzwischen sind vier Wochen vergangen. Die beiden treffen sich jetzt wöchentlich, damit Karo mehr über Jesus lernt und erfährt, was es bedeutet, als Christin zu leben. Immer mehr begreift sie Gottes Liebe, immer mehr verändert Gott ihr Leben. Karo ist nicht die Einzige, die durch das English-Café Kontakt zu Christen und zu Jesus Christus gefunden hat. Jeden Dienstag kommen zwischen vierzig und fünfzig Gäste, die meisten sind Nichtchristen. John, der Leiter der missionarischen Arbeit, sieht in dem English-Café eine gute Möglichkeit, mit Nichtchristen ins Gespräch zu kommen. „Viele deutsche Studenten, die niemals zu einer christlichen Gruppe mit klassischer Bibelarbeit kommen würden, besuchen unser Café. Denn wir erfüllen eines ihrer Bedürfnisse, nämlich Englisch zu sprechen.“ So sieht es auch Mitarbeiterin Sarah: „Es ist ein Dienst für die Studenten. Sie können hier auf eine Art Englisch lernen, die Spaß macht, und zugleich Gemeinschaft mit Christen haben.“ Das Jahresteam aus Amerika wird in Freiburg durch zehn deutsche Studenten unterstützt. Sie machen Werbung in Englischkursen und laden Studenten ein, mit denen sie in der Mensa oder auf dem Campus ins Gespräch kommen. Christliche Studenten bringen ihre noch nicht gläubigen Mitbewohner und Kommilitonen mit. Das Café befindet sich in einer Wohnung in der Nähe der Uni und ist jeden Dienstagabend von 19 - 23 Uhr geöffnet. Der Abend startet mit gemütlichem Kaffeetrinken, gefolgt von einem kurzem Theaterstück, Sketch oder sonst einer kreativen Einlage. Dann beginnt die „language fun-time“: Spaß haben mit der ausländischen Sprache. Jeder Abend steht unter einem bestimmten Thema. Ab 21.30 Uhr gibt es im Hinterzimmer ein spezielles Programm. Es heißt „Life – Camera – Action“. Dort zeigen die Mitarbeiter Ausschnitte aus populären Filmen, anschließend werden geistliche Aspekte, die in den Filmen enthalten sind, auf Englisch diskutiert. „Das ist ein guter Weg, um über tiefere Dinge und den Glauben zu reden“, meint Sarah. Worin sieht das STINT-Team die Gründe für ihre erfolgreiche Missionsarbeit unter Studenten? „Es ist wichtig, bei den Bedürfnissen anzusetzen. Natürlich kann nicht jeder ein English-Café“ machen wie wir als Amerikaner“, sagt John. „Aber was immer ihr macht: schaut, welche Bedürfnisse die Leute haben. Dann könnt ihr sie erreichen.“ Derweil genießt Elisabeth ihre neue Beziehung zu Karo und staunt über das, was Gott tut. „Als Karo sich entschloss, das Geschenk der Liebe Gottes anzunehmen und Christus in ihr Leben aufnahm, rollten Tränen über ihr Gesicht. Es ist ein großes Vorrecht für uns, ein Teil dessen zu sein, was Gott hier in Freiburg tut!“

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